Amalgamvergiftung - Beschwerden können umfangreich sein

Dr. med. dent. Gabriele Börste
Es ist hinlänglich bekannt, dass das metallisch-graue Zahnfüllungsmaterial Amalgam – eine Quecksilberverbindung - für die Gesundheit des Menschen ein mehr oder weniger großes Problem darstellt. Es kann sowohl zu einer Schwermetallvergiftung als auch zu erhöhtem Stromfluss im Mund kommen. Beides lässt sich nachweisen und durch alternative Materialien vermeiden. Amalgam ist eine Mischung aus über 50% Quecksilber und einem Metallpulver aus Silber, Kupfer und Zinn. Alle Bestandteile des Amalgams sind giftige Schwermetalle! Beim Kauen, bei heißen oder sauren Speisen, beim Kaugummikauen etc. lösen sich immer geringe Mengen dieser giftigen Stoffe und gelangen in den Körper. Dort lagern sie sich in verschiedenen Organen wie Nieren, Gelenken und Gehirn ab und rufen im Laufe der Zeit Gesundheitsschäden hervor. Die Symptome, die durch die Gifte im Amalgam hervorgerufen werden, können unterschiedlich stark und vielfältig sein. Das Schwierige bei chronischen Vergiftungen ist, dass es kein typisches Symptom gibt, sondern immer eine Kombination von Symptomen. Es gibt körperliche Erkrankungen, psychische Beschwerden (die von einer Vergiftung des Gehirns kommen) und meist wird auch die gesamte Lebensqualität stark beeinträchtigt. Mögliche Beschwerden sind Kopfschmerzen, Müdigkeit, Gelenkbeschwerden, Angst, Depressionen, Hautprobleme, Allergien, Infekt Anfälligkeit, Herzrhythmusstörungen, ungewollte Kinderlosigkeit, Nierenerkrankungen, Zahnfleischbluten, Zungenbrennen, Metallgeschmack, Haarausfall, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Eventuell beeinflusst Amalgam auch eine Alzheimer Erkrankung, denn Alzheimer-Patienten haben eine vier Mal höhere Quecksilberkonzentration im Gehirn als Gesunde; auch im Inneren von Tumoren befinden sich Schwermetalle, denn der Körper hat versucht sich davor zu schützen; ebenfalls sind Pilzerkrankungen möglich, wobei der Pilz die Schwermetalle bindet, um den Körper davor zu schützen. Jede Schwangere gibt an ihr Erstgeborenes 60 Prozent ihrer Quecksilbermenge ab. Hat sie eine starke Vergiftung, kann ihr Kind Allergien, Neurodermitis, Asthma oder Lernstörungen entwickeln. Jede Frau im gebärfähigen Alter sollte aus diesem Grund eine Entgiftung durchführen. Typisch für die Amalgam-Vergiftung ist das schleichend langsame und wechselnde Auftreten der Symptome über etliche Jahre hinweg, sodass man sich „irgendwie damit abfindet“; von Ärzten werden die Beschwerden oft als „psychosomatisch“ oder ähnliches abgetan. Wenn man die Symptomenliste liest, sieht man, wie umfangreich und komplex die Schädigung des Organismus durch eine langjährige Amalgamvergiftung sein kann. Auch wenn der Mensch unter keinem dieser Probleme leidet, belasten die Schwermetalle den Körper. Als Gesundheitsvorsorge lohnt es sich immer, die Schwermetalle fachgerecht entfernen zu lassen. Die Amalgamfüllungen werden durch metallfreie, unbedenkliche Füllungen ersetzt, wie Keramik, Kunststoff oder Gold, und die im Körper abgelagerten Schwermetalle werden medikamentös ausgeleitet. Wermutstropfen bei dieser Methode ist der Zeit- und Kostenfaktor. Da diese Schutzmaßnahmensehr aufwendig und zeitintensivsind, und von den Krankenkassen als nicht notwendig eingestuft werden, wird dieser Aufwand von den Kostenträgern nicht übernommen. Somit muss der Patient die Kosten für diese zusätzlichen Schutzmaßnahmen, falls er sie wünscht, selbsttragen.


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