Präventiv-medizinische Untersuchungen

Dr. med. Ludwig Föcking
Prävention bedeutet, krankhafte Veränderungen bereits vor dem Entstehen zu verhindern. Wer sich also vorbeugend untersuchen lässt – nicht erst dann, wenn es bereits erste Symptome gibt – und seine individuellen Gesundheitsrisiken kennt, kann frühzeitig die richtigen Therapiemaßnahmen einleiten. So können Gesundheit und Leistungsfähigkeit erhalten und Krankheiten vermieden werden. Oft bleibt jedoch das Engagement für das persönliche Wohlbefinden durch Unkenntnis über den eigentlichen Gesundheitszustand aus.

Herz- und Kreislauferkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland. Laut Statistischem Bundesamt wurden im Jahr 2011 rund 40 Prozent aller Sterbefälle durch Herz-Kreislauf- Erkrankungen verursacht. 26 Prozent der Todesfälle in Deutschland wurde 2011 durch eine Krebserkrankung verursacht. Entscheidend für die Heilung der Erkrankungen sind die Früherkennung und die Kenntnis der individuellen Risiken. Die beste Therapie nützt nur dann etwas, wenn sie rechtzeitig eingesetzt wird! Viele Krankheiten unserer Zeit (Krebs, Herz und Kreislauferkrankungen, Diabetes) verursachen in frühen Stadien wenig oder sogar gar keine Symptome. Deshalb sind Früherkennungsuntersuchungen wichtig, besonders für Menschen, bei denen bisher keine Krankheitssymptome in Erscheinung getreten sind.

Spiroergometrie Eine Spiroergometrie dient zur Erfassung der Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislaufsystems. Die Untersuchung wird mittels Atemgasanalyse im Ruhezustand und unter ansteigender Belastung auf dem Laufband oder Fahrradergometer durchgeführt. Dabei werden fortlaufend sportmedizinisch wichtige Parameter wie maximale Sauerstoffaufnahme, Kohlendioxydabgabe, Ventilationsmenge, Atem- und Herzfrequenzen gemessen und ausgewertet. Die Messergebnisse liefern die entscheidenden Kriterien zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit von Herz und Lunge. Da die individuelle Belastungsintensität sehr eng mit der höchsten Fettverbrennungsrate korreliert, ist dieser Herzfrequenzbereich sowohl für die Gewichtsreduktion und den Gesundheitssport als auch für das Ausdauertraining von entscheidender Bedeutung.

Ultraschall Eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) ist eine der wichtigsten medizinischen Untersuchungsmethoden, die im Gegensatz zum Röntgen strahlenfrei und damit unschädlich ist. Bilder vermitteln eine räumliche Vorstellung von der Größe, Form und Struktur der untersuchten Organe und Gefäße. Mittels Ultraschallwellen lassen sich präzise und unmittelbar alle Körperregionen untersuchen, insbesondere Herz, Organe und Blutgefäße. Oberflächennah erreicht die Sonographie die höchste Auflösung aller bildgebenden Verfahren. So können frühzeitig Veränderungen an den Organen, am Herz oder an den Gefäßen festgestellt werden. Die Ultraschallanwendung ist geeignet zur Diagnose und Verlaufskontrolle von Erkrankungen in vielen Bereichen.

Blutuntersuchung Herzstück des BGMF Checks ist die ausführliche Blutuntersuchung. Hierbei werden deutlich mehr Werte erhoben als beim „großen Blutbild“ des normalen Check up 35. Es werden unter anderem Werte wie Lipoprotein A, der CEA-Wert als Tumormarker und verschiedene Blutfettwerte untersucht. Auch der PROCAM-Test von der Assmann Stiftung wird im Rahmen der Blutuntersuchung durchgeführt. Damit lässt sich das persönliche Herzinfarktrisiko in den nächsten zehn Jahren ermitteln und eröffnet Chancen für eine rechtzeitige Prävention.


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